Presse Teil 2

Gößnitzer Kegelfreunde müssen warten

Die schlechte Nachricht: Die Gößnitzer Kegler müssen sich weiter in Geduld üben, denn der Bau der neuen Anlage verzögert sich. Geplant war, dass auch für dieses Projekt Lose für den Bau in der Stadtratsitzung vergeben werden. So war es übrigens bereits in der vorherigen Sitzung vorgesehen. Doch die Tagesordnungspunkte wurden wieder zurückgezogen. Der Grund: Es fehlt das Geld. Eigentlich war der Baubeginn – so hieß es noch im Februar – bereits für den Mai geplant. Die alte Anlage stand bei der Flut 2013 bis zu 1,60 Meter unter Wasser. Der Neubau mit vier Bahnen soll 900 000 Euro kosten. Danach könnte es wieder Wettkämpfe und Training in Gößnitz geben. Aber die Finanzierung „haben wir noch nicht rund bekommen“, sagt Bürgermeister Wolfgang Scholz (Initiative Städtebund). Denn der Neubau kann nicht, wie zuerst angenommen, ausschließlich mit Fördermitteln finanziert werden, sondern die Stadt muss einen gehörigen Anteil selbst aufbringen.

Mit dem Verkauf von Ket-Aktien soll es gelingen, das Geld aufzubringen. 500 000 Euro würde der Deal in die Stadtkasse spülen. Nur so schnell ist das nicht zu realisieren. Denn der Verkauf der Aktien an die noch nicht ganz so klamme Stadt Schmölln braucht seine Zeit. „Und ehe ich nichts in der Hand habe, können wir auch nicht noch beginnen“, wirbt Scholz um Verständnis. Dem Verkauf haben bereits die Stadträte der Pleißestadt zugestimmt. Auch in Schmölln stehen die Signale bislang auf Grün. Allerdings müssen erst noch die Rahmenbedingungen geprüft werden. Funktioniert alles so wie geplant, dann könnte der Verkauf im Spätsommer über die Bühne gehen und Gößnitz kommt an die 500 000 Euro. Dass die neue Kegelbahn nun doch nicht so schnell entsteht, heißt aber nicht, dass das Vorhaben gestorben ist, betont Wolfgang Scholz . „Aber wir müssen uns schützen – wenn die Finanzierung nicht steht, können wir das nicht durchführen“, so das Stadtoberhaupt weiter. Er betonte zudem, dass er optimistisch sei, dass der Deal mit Schmölln auch funktioniert. „Ich verstehe auch die Enttäuschung der Kegler“, sagt Scholz. Aber auch er habe bis Mittwoch gehofft, dass die Realisierung des Baus zügig vorangehen kann. „Aber wir sind nun mal nicht so eine reiche Stadt wie manch andere.“ Einige der Sportler zeigten ihre Enttäuschung bereits während der Stadtratsitzung am Donnerstag. Wolfgang Scholz kündigte nun an, mit ihnen noch einmal Gespräche zu führen.

Einige der Sportler zeigten ihre Enttäuschung bereits während der Stadtratsitzung am Donnerstag. Wolfgang Scholz kündigte nun an, mit ihnen noch einmal Gespräche zu führen.

OTZ 01.05.2015

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